Dr. Ernst Bruckenberger

Aktuelle Krankenhausstatistik 1999 - Ländervergleich


Inhalt

Aktuelle Krankenhausstatistik 1999 - Ländervergleich

Betriebsdaten 1999
Personal 1999
KHG-Fördermittel 2000 absolut
KHG-Fördermittel pro Bett/Platz 2000

Ländervergleich zum Vorjahr

Pflegetage
Behandlungsfälle
Personal (Vollkräfte)
KHG-Fördermittel

Ländervergleich 1991 gegenüber 1999

Betten
Pflegetage
Behandlungsfälle
Personal nach Vollkräften insgesamt

KHG-Fördermittel 


Aktuelle Krankenhausstatistik 1999 - Ländervergleich

Betriebsdaten 1999

Die Tabelle 1 gibt die vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden veröffentlichten vorläufigen Daten der Krankenhausstatistik des Jahres 1999 zu den aufgestellten Betten, den Pflegetagen und der Patientenbewegung wider.

 Tab. 1: Betriebsdaten der deutschen Krankenhäuser nach Ländern
 
Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden

Personal 1999

Die Tabelle 2 gibt die vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden veröffentlichten vorläufigen Daten der Krankenhausstatistik des Jahres 1999 zur Personalbesetzung wider. 

Tab. 2: Personal in den deutschen Krankenhäusern nach Ländern

Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden

KHG-Fördermittel 2000 absolut

Im Jahr 2000 wurden von den Ländern insgesamt 6.607 Mio. DM an KHG-Fördermittel zur Verfügung gestellt (siehe Tab.3). Davon entfielen 2.224 Mio. DM bzw. 33,7 Prozent auf die pauschale Förderung. Der Anteil der pauschalen Förderung unterscheidet sich merklich zwischen den einzelnen Ländern.

 Tab. 3: KHG-Fördermittel nach Ländern absolut
 
Quelle: Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AOLG

KHG-Fördermittel pro Bett/Platz 2000

Im Jahr 2000 wurden von den Ländern im Bundesdurchschnitt 12.925 DM pro Bett/Platz zur Verfügung gestellt. Die mit Abstand meisten KHG-Mittel pro Bett/Platz entfielen mit 26.513 DM auf Mecklenburg-Vorpommern gefolgt von Thüringen mit 24.655 DM, die wenigsten mit 7.188 DM auf Nordrhein-Westfalen gefolgt von Niedersachsen mit 10.088 DM (siehe Tabelle 3).

Bei den pauschalen Fördermittel lag Hamburg mit 5.518 DM pro Bett/Platz vor Baden-Württemberg mit 5.277 DM an der Spitze. Die Schlusslichter bildeten Sachsen-Anhalt mit 1.380 DM und Mecklenburg-Vorpommern mit 2.599 DM.

Tab. 3: KHG-Fördermittel nach Ländern 2000

Quelle: Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AOLG

 Ländervergleich zum Vorjahr

Betten

Bundesweit wurden 6.400 Betten bzw. 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr vorgehalten. Die Bettenziffer (Zahl der Betten pro 10.000 Einwohner) ging bundesweit von 69,7 auf 68,8 zurück.

Den stärksten Rückgang hatte Berlin mit 4,2 Prozent, gefolgt von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 2,0 Prozent. In Sachsen-Anhalt war gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung zu verzeichnen. (siehe auch Abbildung 1).

Abb.1: Veränderung der Bettenziffer
nach Ländern gegenüber dem Vorjahr

Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

 Pflegetage

Die Zahl der Pflegetage pro 1.000 Einwohner ist bundesweit gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent zurückgegangen.

Am stärksten betroffen waren Berlin mit 3,9 sowie Bremen mit 2,3 und Baden-Württemberg mit 2,2 Prozent. Eine Zunahme der Pflegetage pro 1.000 Einwohner haben Thüringen mit 1,7 und Sachsen mit 0,7 Prozent zu verzeichnen (siehe Abbildung 2).

Abb.2: Veränderung der Pflegetage pro 1.000 Einwohner
nach Ländern gegenüber dem Vorjahr

Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

 Behandlungsfälle

Gegenüber dem Jahr 1998 stieg die Zahl der Behandlungsfälle pro 1.000 Einwohner (Krankenhaushäufigkeit) bundesweit um 2,3 Prozent.

Der geringste Anstieg der Krankenhaushäufigkeit war dabei mit 0,6 Prozent in Niedersachsen, gefolgt von Hessen mit 0,7 und Hamburg mit 1,1 Prozent zu verzeichnen. Der stärkste Anstieg der Krankenhaushäufigkeit war mit 5,4 Prozent in Sachsen-Anhalt und 4,7 in Bayern feststellbar (siehe Abbildung 3).

Abb.3: Veränderung der Fälle pro 1.000 Einwohner (Krankenhaushäufigkeit)
nach Ländern gegenüber dem Vorjahr
 

Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

Personal (Vollkräfte)

Die Zahl der Vollkräfte hat sich bundesweit gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent verringert.

Die stärkste Personalreduzierung fand dabei in Berlin mit 3,7, Hessen mit 2,7 und Sachsen-Anhalt mit 2,6 Prozent statt. Ein prozentualer Anstieg an Vollkräften war in den Ländern Schleswig-Holstein, Bremen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zu verzeichnen (siehe Abbildung 4).

Abb.4: Veränderung des Personals (Vollkräfte) insgesamt
nach Ländern gegenüber dem Vorjahr

Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

KHG-Fördermittel

Im Jahr 2000 wurden gegenüber dem Vorjahr bundesweit 63,1 Millionen DM weniger zur Verfügung gestellt.

Tab. 4: Veränderung der KHG-Fördermittel nach Ländern gegenüber dem Vorjahr

Quelle: Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AOLG

Ländervergleich 1991 gegenüber 1999

 Betten

Von 1991 bis 1999 wurden bundesweit 100.295 Betten bzw. 15,1 Prozent abgebaut. Das bedeutet eine Reduzierung der Bettenziffer (Betten auf 10.000 Einwohner) um 17,3 Prozent.

 Die stärkste Reduzierung der Bettenziffer erfolgte mit 38,5 Prozent in Berlin, gefolgt von Brandenburg mit 29,4 und Sachsen mit 26,0 Prozent. Den stärksten Rückgang der Bettenziffer unter den alten Ländern hat Niedersachsen mit 18,4 Prozent zu verzeichnen, den geringsten Bayern mit 9,7 (Abbildung 5).

Abb.5: Veränderung der Bettenziffer (Betten auf 10.000 Einwohner)
nach Ländern 1999 gegenüber 1991

Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

 Pflegetage

Gegenüber 1991 wurde die Zahl der Pflegetage bundesweit um rd. 35 Millionen bzw. 17 Prozent reduziert.

In Berlin ist ein Rückgang der Pflegetage pro 1.000 Einwohner um 40,1 Prozent zu verzeichnen, in Thüringen waren es 8,3 Prozent (siehe Abbildung5).

Abb.5: Veränderung der Pflegetage auf 1.000 Einwohner)
nach Ländern 1999 gegenüber 1991
 
Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

Behandlungsfälle

Gegenüber 1991 stieg die Zahl der Behandlungsfälle bundesweit um 2.397.000 bzw. 17,2 Prozent.

Der stärkste Anstieg der Fälle pro 1.000 Einwohner (Krankenhaushäufigkeit) war mit 43,6 Prozent in Sachsen und 36,0 in Sachsen-Anhalt feststellbar (siehe Abbildung 6). Der geringste Anstieg der Krankenhaushäufigkeit war mit 6,0 Prozent in Niedersachsen gefolgt von Hamburg mit 6,3 Prozent zu verzeichnen.

Abb.6: Veränderung der Fälle auf 1.000 Einwohner (Krankenhaushäufigkeit)
nach Ländern 1999 gegenüber 1991

Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

Personal nach Vollkräften insgesamt

Ende 1999 waren in den Krankenhäusern bundesweit insgesamt 843.454 Vollkräfte beschäftigt, dies ist ein Rückgang von 32.362 bzw. 3,7 Prozent gegenüber 1991.

In Berlin wurde in diesem Zeitraum das Personal um 22,9 Prozent reduziert, in Rheinland Pfalz um 8,3 Prozent erhöht (siehe Abbildung 7).

Abb.7: Veränderung des Personals (Vollkräfte)
nach Ländern 1999 gegenüber 1991

Eigene Darstellung und Berechnung auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes

 

KHG-Fördermittel

 Von 1991 bis 2000 wurden von den Ländern insgesamt 71.004 Mio. DM an KHG-Fördermittel zur Verfügung gestellt. Pro Bett/Platz waren dies 138.882 DM.

 Die meisten KHG-Fördermittel wurden mit 266.947 DM pro Bett/Platz in Mecklenburg-Vorpommern, die wenigsten in Nordrhein-Westfalen mit 86.204 DM pro Bett/Platz ausgegeben (siehe Tabelle 7).

Tab.7: KHG-Fördermittel von 1991 bis 2000 nach Ländern

Hannover, Dezember 2000