Vierter Bericht des Krankenhausausschusses
der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Medizinalbeamten (AGLMB)
zur

Berichterstatter : Dr. Ernst Bruckenberger, Hannover

 

Inhaltsverzeichnis

1.0 Mortalität an akutem Myokardinfarkt (AMI)

2.0 Linksherzkatheter-Meßplätze

3.0 Herzchirurgische Zentren

4.0 Ausbau der herzchirurgischen Operationskapazität in Deutschland

5.0 Qualitätssicherung

 

Der 4. Bericht analysiert die Situation der Herzchirurgie 1991 im vereinten Deutschland. Der Einfachheit halber werden im folgenden Bericht unter dem Begriff Alt-Länder die Länder der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland (incl. Westberlin) und unter dem Begriff Neu-Länder die ehemalige Deutsche Demokratische Republik (incl. Ostberlin) verstanden. Die Datenerfassung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie.

 

1.0 Mortalität an akutem Myokardinfarkt (AMI)

Unter allen Todesursachen nehmen in den Alt-Ländern die Krankheiten der Herz-Kreislauforgane mit insgesamt 346.887 Gestorbenen bzw. 48,6 Prozent den ersten Rang ein; 74.153 bzw. 10,4 Prozent erlitten im Jahr 1990 einen tödlichen Myokardinfarkt. Die Sterbeziffer nach akuten Myokardinfarkt, ausgedrückt als Zahl der Gestorbenen je 100.000 Einwohner, ist seit Jahren rückläufig (siehe Tab.1).

Tab. 1: Entwicklung der Sterbefälle (Gestorbene je 100.000 Einwohner) nach akutem Myokardinfarkt (AMI) in den Alt-Ländern

Quelle : Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Fachserie 12, Reihe 4, Todesursachen

Bei einer länderbezogenen Analyse der Sterbeziffern des akuten Myokardinfarktes in den Alt-Ländern (AL) im Jahre 1990 werden merkliche Unterschiede erkennbar. So hat Schleswig-Holstein mit 145,9 die höchste Sterbeziffer zu verzeichnen, während Berlin mit 103,5 und Bayern mit 105,3 die niedrigsten Werte aufweisen (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Sterbeziffern des akuten Myokardinfaktes im Jahre 1990, in den Alt-Ländern

Quelle : Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Fachserie 12, Reihe 4, Todesursachen

Der Umfang an therapeutischen Maßnahmen wie Herzoperationen (OP) mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine und der Perkutanen-transluminalen-Angioplastie (PTCA) zur Vermeidung des akuten Myokardinfarktes hat sich in den Alt-Ländern von 3.142 im Jahre 1978 bis auf 59.265 (davon 34.565 PTCA´s) im Jahre 1990 erhöht.

Pro eine Million Einwohner ist damit die Zahl der therapeutischen Maßnahmen (OP und PTCA) von 51 auf 930 angestiegen. Demgegenüber ist in diesem Zeitraum die Zahl der Gestorbenen nach AMI pro eine Million Einwohner von 1.294 auf 1.164 gesunken.

Dies wirkt sich vordergründig nur langsam auf die Sterblichkeitsrate aus ( siehe Abb. 2). Eine genauere Analyse der Mortalität nach Altersgruppen führt jedoch zu der Erkenntnis , daß sich der Eintritt des Todes beim akuten Myokardinfarkt in die späteren Lebensjahre verlagert hat, wie aus der Abb. 3 deutlich erkennbar wird .

Abb. 2: Koronare Herzerkrankungen in den Alt-Ländern von 1978 bis 1990 Behandlungen und Gestorbene nach AMI auf 1 Mio. Einwohner

OP = Herzoperationen mit HLM , PTCA = Percutane-transluminale-Angioplastie
Quelle : Statistisches Bundesamt Wiesbaden , Fachserie 12 , Reihe 4 , Todesursachen

So ist beispielsweise die Mortalität an akutem Myokardinfarkt in den Altersgruppen von 1 bis 40, von 41 bis 60 und von 61 bis 70 Jahren seit 1978 um rund 35 Prozent zurückgegangen (siehe Abb. 3).

Abb. 3: Entwicklung der Sterblichkeit nach AMI je 1 Mio Ew. in den Alt-Ländern, Veränderung von 1978 - 1990 in den jeweiligen Altersgruppen

Quelle : Statistisches Bundesamt Wiesbaden , Fachserie 12 , Reihe 4 , Todesursachen

 

2.0 Linksherzkatheter-Meßplätze

2.1 Betriebene Meßplätze Anfang 1992

Bei der vom Krankenhausausschuß der AGLMB vorgenommenen Länder-Umfrage wurden die Anfang 1991 im stationären und ambulanten Bereich installierten und betriebenen Geräte erfaßt. Betriebene aber nach § 122 SGB V nicht abgestimmte Geräte wurden dabei berücksichtigt, abgestimmte aber noch nicht betriebene Geräte blieben außer Ansatz.

So gesehen wurden Anfang 1992 in Deutschland insgesamt 246 Linksherzkatheter-Meßplätze für Erwachsene und Kinder vorgehalten (siehe Tab. 2 und Abb. 4). Damit entfielen in Deutschland auf einen Linksherzkatheter-Meßplatz rund 324.000 Einwohner. Die Relation Einwohner pro Gerät betrug in den Alt-Ländern 278.000 : 1 und in den Neu-Ländern 943.000 :1. Die Neigung von niedergelassenen Kardiologen, einen Linksherzkatheter-Meßplatz allein oder in enger Anbindung an ein Krankenhaus zu betreiben, nimmt zu.

Tab. 2: Übersicht über die Anfang 1992 in Deutschland betriebenen Linksherzkatheter-Meßplätze

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB

Abb. 4: Einwohner pro Linksherzkatheter-Meßplatz Anfang 1992

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB

 

2.2 Erbrachte Leistungen im Jahre 1990

Nach dem Ergebnis der Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB wurden im Jahre 1990 in den Alt-Ländern insgesamt 189.134 und in den Neu-Ländern insgesamt 4.539 Linksherzkatheter-Untersuchungen durchgeführt. An PTCA`s waren 33.576 bzw. 207 Leistungen zu verzeichnen (siehe Tab. 3). Sowohl im Bereich der invasiven Diagnostik als auch im Bereich der interventionellen Therapie sind damit im Vergleich zum Vorjahr erhebliche Leistungssteigerungen eingetreten. Leistungsdaten aus 1991 liegen noch nicht vor.

Bei der Zahl der Linksherzkatheter-Untersuchungen und der PTCA`s pro eine Million Einwohner gibt es nennenswerte Unterschiede zwischen den Alt-Ländern. Ein vordergründiger Vergleich führt jedoch zu falschen Ergebnissen. So bleiben bei einem derartigen Vergleich die Ab- und Zuwanderungen von Patienten in andere und von anderen Ländern unberücksichtigt.

Derartige Vergleichszahlen - ohne Berücksichtigung dieser Patientenwanderungen - geben deshalb nicht den tatsächlichen Versorgungsgrad der jeweiligen Bevölkerung wieder. Die vergleichsweise geringen Leistungszahlen in den Neu-Ländern spiegeln den enormen Nachholbedarf wider.

Tab. 3: Linksherzkatheter-Untersuchungen und PTCA`s nach Ländern - 1990

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, 7. Bericht über Struktur und Leistungs-zahlen der Herzkatheterlabors in der Bundesrepublik Deutschland (Zeitschrift für Kardiologie, Nr.80, 1991) und eigene Schätzungen.

Die Zahl der pro Linksherzkatheter-Meßplatz im Jahre 1990 durchschnittlich durchgeführten Linksherzkatheter-Untersuchungen lag in den Alt-Ländern bei 942. Darin sind die übrigen mit den Linksherzkatheter-Meßplätzen erbrachten invasiven und interventionellen Untersuchungen (PTCA`s) nicht enthalten. Die vom Krankenhausausschuß der AGLMB für die Abstimmung von Linksherzkatheter-Meßplätzen nach § 122 SGB V im Großgeräteausschuß empfohlene Wirtschaftlichkeitsgrenze von 800 bis 1.200 Untersuchungen jährlich pro Linksherzkatheter-Meßplatz wird damit in den meisten Fällen erreicht. Es sind jedoch auch Herzkatheterlabors mit einem oder mehreren Linksherzkatheter-Meßplätzen feststellbar, bei denen diese Wirtschaftlichkeitsgrenze deutlich über- oder unterschritten wird.

Sowohl bei den diagnostischen als auch bei den therapeutischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Myokardinfarktes ist seit Jahren eine ungebremste Leistungssteigerung zu verzeichnen. (siehe Abb. 5).

Abb. 5: Entwicklung der Herzdiagnostik und -therapie in den Alt-Ländern

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, 7. Bericht über Struktur und Leistungs-zahlen der Herzkatheterlabors in der Bundesrepublik Deutschland (Zeitschrift für Kardiologie, Nr.80, 1991) und eigene Schätzungen

Von den invasiv behandelten Koronarkranken im Jahre 1978 wurden in den Alt-Ländern erst 3 Prozent einer PTCA und 97 Prozent einer Koronaroperationen zugeführt. Im Jahre 1989 wurden erstmals mehr PTCA´s als Koronaroperationen durchgeführt. 1991 waren es bereits rd. 42.500 PTCA`s (geschätzt) gegenüber 26.541 Koronaroperationen (siehe Abb. 6).

Die in die PTCA gesetzten Erwartungen, der Bedarf an Koronaroperationen würde sich zugunsten dieser weniger belastenden Methode verringern, hat sich damit nicht erfüllt. Hier hat sich, wie in vergleichbaren anderen Fällen auch, eine alte Erfahrung bestätigt:

Die Zahl der jeweils durch ein neues Verfahren ausgelösten Untersuchungen bzw. Behandlungen ist grundsätzlich größer als die Zahl der wegfallenden Untersuchungen bzw. Behandlungen, allerdings meist verbunden mit einer geringeren Belastung des Patienten.

Abb. 6: PTCA ´s und Koronaroperationen den Alt-Ländern von 1978 bis 1991

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB

 

3.0 Herzchirurgische Zentren

3.1 Name und Standorte

Im Jahr 1991 waren in Deutschland insgesamt 53 herzchirurgische Zentren in Betrieb, 47 davon in den Alt-Ländern und sechs in den Neu-Ländern (siehe Abbildung 7 und Tabelle 4).

In den Alt-Ländern kamen gegenüber dem Jahr 1990 folgende sechs neue herzchirurgische Zentren dazu :

Abb. 7: Standorte der herzchirurgischen Zentren 1991

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Tab. 4: Bestehende herzchirurgische Zentren in Deutschland 1991

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB,
* Schiedsstellenentscheidung vom 7.9.1991, Endgültige Festsetzung steht noch aus
** zusätzlicher Pflegesatz Intensivpflege 3.750 DM, *** besonderer Pflegesatz

 

3.2 Herzchirurgische Zentren und Linksherzkatheter-Meßplätze

Von den Anfang 1992 in Deutschland insgesamt betriebenen 246 Linksherzkatheter-Meßplätzen werden 102 d.s. rd. 41 Prozent, in Verbindung mit den vorhandenen 53 herzchirurgischen Zentren vorgehalten. An mehr als der Hälfte der Herzzentren in den Alt-Ländern wird mehr als ein Linksherzkatheter-Meßplatz betrieben, an sechs Herzzentren sind es drei, an vier Herzzentren sogar vier Linksherzkatheter-Meßplätze. In den Neu-Ländern verfügt nur ein Herzzentrum über drei Linksherzkatheter-Meßplätze (siehe Tab.5).

Tab. 5: Herzzentren und Linksherzkatheter-Meßplätze

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB

 

3.3 Herzoperationen mit HLM 1991

In den 53 herzchirurgischen Zentren wurden 1991 insgesamt 42.291 (1990 = 38.712) Herzoperationen mit HLM durchgeführt. Davon entfielen 38.741 Operationen auf die herzchirurgischen Zentren der Alt-Länder und 3.550 auf die der Neu-Länder. Auf eine Million Einwohner bezogen ergibt dies in den Alt-Ländern 608 und in den Neu-Ländern 221 Herzoperationen mit HLM.

Im Durchschnitt entfielen in den Alt-Ländern auf ein herzchirurgisches Zen-trum 824 Herzoperationen mit HLM. Die Bandbreite reichte dabei von 32 (Neuinbetriebnahme) bis 2.818 Operationen pro Zentrum .

Die durchschnittliche Auslastung der herzchirurgischen Zentren in den Neu-Ländern lag bei 522 Herzoperationen mit HLM. Hier schwankte die Band-breite zwischen 233 und 1.045 Herzoperationen pro Zentrum.

In den Alt-Ländern wurden 1991 in 34,0 Prozent der herzchirurgischen Zentren 700 bis 1.000 und in 27,7 Prozent 400 bis 700 Herzoperationen mit HLM jährlich durchgeführt. Mehr als 2.000 Herzoperationen erbrachten nur drei der herzchirurgischen Zentren. In den Neu-Ländern werden zwei Drittel aller Herzoperationen mit HLM in herzchirurgischen Zentren mit einer jährlichen Auslastung bis zu 700 Herzoperationen erbracht.(siehe Tab. 6).

Tab. 6: Auslastung der Herzzentren

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Die Operationsanteile je nach Art des Eingriffes weichen in den herzchirurgischen Zentren der Alt- und Neu-Länder nach wie vor merklich voneinander ab. Entfallen in den Alt-Ländern 68,5 Prozent aller Herzoperationen mit HLM auf Koronaroperationen, beträgt dieser Anteil in den Neu-Ländern noch 56,0 Prozent (siehe Tab. 7). Die Operationsanteile für Herzklappenfehler und angeborene Herzfehler liegen in den Neu-Ländern dementsprechend höher.

Tab. 7: Verteilung der Herzoperationen 1991

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Bei einem Vergleich der Anteile der Erst- und Mehrfachoperationen ist bei den herzchirurgischen Zentren in den Alt- und Neu-Ländern kein Unterschied feststellbar. Der Anteil der Erstoperationen lag 1991 bei 92,1 Prozent mit weiter sinkender Tendenz (siehe Tab. 8).

Tab. 8: Anteile der Erst- und Mehrfachoperationen

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Im Jahre 1991 wurden in den herzchirurgischen Zentren Deutschlands insgesamt 3.717 Notfalloperationen (Quadra Definition) durchgeführt, davon entfielen auf die Alt-Länder 3.473 bzw. 9,0 Prozent aller Herzopearationen mit HLM, auf die Neu-Länder 244 bzw. 6,9 Prozent (siehe Tab. 9). Von den Notfalloperationen wurden davon in den Alt-Ländern 14,1 Prozent und in den Neu-Ländern 10,7 Prozent nach einer PTCA erbracht.

Tab. 9: Notfälle insgesamt

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Der Umfang der Notfalloperationen weicht in den einzelnen herzchirurgischen Zentren deutlich voneinander ab. In 42,6 Prozent der herzchirurgischen Zentren der Alt-Länder wurden ein bis 50 Notfalloperationen durchgeführt, in den Neu-Ländern waren es 100 Prozent (siehe Tab. 10).

Tab. 10: Notfallhäufigkeit in den herzchirurgischen Zentren

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

 

3.4 Herztransplantationen

An den folgenden 22 der 53 herzchirurgischen Zentren Deutschlands wurden im Jahre 1991 auch Transplantationen durchgeführt (siehe Tab. 11):

Tab. 11: Herztransplantationszentren in Deutschland

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Von den gesamten 575 Transplantationen entfielen 549 auf Herz-Transplantationen, davon 531 in den Alt-Ländern und 18 in den Neu-Ländern. Dazu kamen in den Alt-Ländern noch neun Herz-Lungen- und 17 Lungentransplantationen.

Die Zahl der in den 22 herzchirurgischen Zentren 1991 jeweils durchgeführten Transplantationen weicht allerdings deutlich voneinander ab. In sechzehn der herzchirurgischen Zentren wurden weniger als zwanzig und nur in zwei der Zentren mehr als hundert Transplantationen durchgeführt (siehe Abb. 8).

Abb. 8: Verteilung der Transplantationshäufigkeit nach Zentren

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

 

3.5 Entwicklung der Herzoperationen mit HLM in den Alt- und Neu-Ländern

In den Alt-Ländern hat sich im Zeitraum von 1978 bis 1991 die Zahl der Herzoperationen mit Hilfe der HLM von 8.365 auf 38.741 erhöht (siehe Abb. 9). Pro eine Million Einwohner bedeutet dies eine Steigerung von 136 auf 608 Herzoperationen.

Abb. 9: Entwicklung der Herzoperationen in den Alt-Ländern

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

In den Neu-Ländern hat sich im Zeitraum von 1982 bis 1991 die Zahl der Herzoperationen mit Hilfe der HLM von 1.083 auf 3.550 erhöht (siehe Abbildung10). Pro eine Million Einwohner bedeutet dies eine Steigerung von 65 auf 221 Herzoperationen mit HLM.

Abb. 10: Entwicklung der Herzoperationen mit HLM in den Neu-Ländern

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, K.-F.Lindau,"Gegenwärtiger Stand der Herzchirurgie in der DDR und Ausblick", The Thoracic and Cardiovascular Surgeon, No. 4, Vol. 38, August 1990

 

3.6 Altersverteilung der operierten Patienten

Bei der Altersverteilung der operierten Herzpatienten in den herzchirurgischen Zentren der Alt- und Neu-Länder sind merkliche Unterschiede erkennbar. So entfielen 1991 in den Alt-Ländern 53,2 Prozent aller Herzoperationen mit HLM auf Patienten, die älter als 60 Jahre sind. Dieser Anteil lag in den Neu-Ländern noch bei 31,1 Prozent (siehe Tab. 12 und Abb. 11 ).

Tab. 12: Altersverteilung der operierten Herzpatienten

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Abb. 11: Altersverteilung der operierten Herzpatienten

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

2.149 bzw. 5,5 Prozent der Herzoperationen mit HLM entfielen in den Alt-Ländern auf Kinder bis zu zehn Jahren. Die Vergleichswerte für die herzchirurgischen Zentren in den Neu-Ländern betragen 376 bzw. 10,6 Prozent. Die meisten Herzoperationen wurden in den Alt-Ländern mit 37 Prozent für Patienten der Altersgruppe von 60 bis 69 Jahren erbracht. In den Neu-Ländern war es die Altersgruppe der 50 bis 59 jährigen.

 

3.7 Warteliste 1991

Während auf den Wartelisten der herzchirurgischen Zentren in den Alt-Län-dern 10.849 Patienten, d.s. 28 Prozent der 1991 festgestellten Operationskapazität, vorgemerkt waren, betrugen diese Werte in den Neu-Ländern 1.383 bzw. 39 (siehe Tab. 13). Insgesamt waren in Deutschland 1991 12.232 Patienten für eine Herzoperation mit HLM auf einer Warteliste vorgemerkt.

Tab. 13: Warteliste für herzchirurgische Operationen in Deutschland 1991

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

 

3.8 Länderbezogene Auswertungen

Aus der Tab. 14 ist die Zahl der 1991 in den einzelnen Ländern durchgeführten Herzoperationen mit HLM ersichtlich. Im Durchschnitt wurden in Deutschland pro herzchirurgischem Zentrum 798 Herzoperationen mit HLM erbracht. Am wenigsten Herzoperationen mit HLM pro Herzzentrum wurden in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Saarland und Schleswig-Holstein, am meisten in Berlin, Bayern, Thüringen und Hessen durchgeführt (siehe Tab. 14).

Tab. 14: Herzoperationen mit HLM nach Ländern

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Im Rahmen der Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie wurden auch die Einzugsgebiete der 53 herzchirurgischen Zentren ausge-wertet. Mit Hilfe dieser Informationen konnten nicht nur die in den einzelnen Ländern, sondern auch die für die Bevölkerung dieser Länder - unabhängig vom Behandlungsort - erbrachten Herzoperationen festgestellt werden.

Aus der Wanderbewegung der herzoperierten Patienten ist einerseits die nach § 6 Absatz 2 KHG vorgesehene länderübergreifende Abstimmung über die Standorte der herzchirurgischen Zentren und andererseits das zwischen den Ländern abweichende Versorgungsangebot erkennbar (siehe Tab. 15).

Eine ausgeprägte Eigenversorgung weisen die Länder Berlin, Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen auf. Einen hohen Anteil an Herzoperationen mit HLM außerhalb des Landes für die eigene Wohnbevölkerung haben derzeit die Alt- Länder Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, sowie die Neu-Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen zu verzeichnen (siehe Tab. 16).

Tab. 16: Behandlungsorte der Herzpatienten nach Ländern - absolut

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Die überdurchschnittliche Abwanderung niedersächsischer Herzpatienten ist teilweise auf die länderübergreifenden Absprachen mit Bremen und Hamburg für das jeweilige niedersächsische Umland und teilweise auf die Inanspruchnahme der Berliner Vorhaltungen zurückzuführen. Bis zum Herbst 1993 wird sich die Operationskapazität in Niedersachsen etwa verdoppeln. Dadurch wird die Abwanderungsquote deutlich zurückgehen.

Die Bandbreite an Herzoperationen mit HLM je eine Million Einwohner reicht im Jahr 1991 von 208 Operationen für die Mecklenburg-Vorpommer bis zu 709 Operationen für die Hamburger (siehe Tab.17). Herzperationen im Ausland wurden bei dieser Analyse nicht berücksichtigt. In drei Ländern wurden mehr als 700, in zwei mehr als 600, in fünf mehr als 500, in je einem mehr als 400 bzw. 300 und in vier Ländern mehr als 200 Herzoperationen mit HLM je eine Million Einwohner erbracht. Im Durchschnitt wurden für die Einwohner Deutschlands 525 Herzoperationen mit HLM je eine Million Einwohner durchgeführt.

Tab. 17: Behandlungsorte der Herzpatienten nach Ländern - je eine Million Einwohner

Quelle : Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AGLMB, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

 

3.9 Europäische Vergleichszahlen 1990

Die folgenden Vergleichszahlen geben einen Überblick über die in den europäischen Staaten im Jahre 1990 durchgeführten Herzoperationen mit HLM (siehe Tab. 18). . Die Daten wurden ausnahmslos dem " European Survey on Open Heart Surgery 1990" entnommen. Es handelt sich dabei um einen "Report of the Institute for Cardiac Survey of the European Academy of Sciences and Arts", der von Prof. Felix Unger, Salzburg, verfaßt wurde. Mit Hilfe der herzchirurgischen Zentren in den einzelnen Staaten, den jeweiligen Gesundheitsministerien sowie den regionalen wissenschaftlichen Gesellschaften und Akademien konnte erstmals für 1990 ein derartiger Vergleich durchgeführt werden.

Tab. 18: Herzoperationen mit HLM in Europa

Quelle : F. Unger : " European Survey on Open Heart Surgery 1990" , Annals of the European Academy of Sciences and Arts, Vol. 2, 1991

Insgesamt wurden 1990 in Europa 193.000 Herzoperationen mit HLM durchgeführt. Im Durchschnitt waren es 354 Herzoperationen pro eine Million Einwohner. Die höchste Operationsrate wurde dabei mit 862 in den Schweden die niedrigste mit 13 in Rumänien erreicht. Einen Überblick über die absolute Zahl der Herzoperationen sowie der Operationsraten pro eine Million Einwohner in den einzelnen Staaten bieten die Abb. 12 und 13.

Abb. 12: Absolute Zahl der Herzoperationen im europäischen Vergleich

Abb. 13: Zahl der Herzoperationen pro eine Mio Einwohner im europäischen Vergleich

Quelle : F. Unger : " European Survey on Open Heart Surgery 1990" , Annals of the European Academy of Sciences and Arts, Vol. 2, 1991

Vergleichsweise kann Europa in vier Zonen eingeteilt werden (siehe Abb. 14):

Zone A : 0 - 200 Herzoperationen pro eine Million Einwohner

Rumänien, Albanien, USSR, Tschechoslowakei, Zypern, Polen, Ungarn

Zone B : 201 - 354 Herzoperationen pro eine Million Einwohner

Jugoslawien, Portugal, Irland, Spanien, Griechenland, Italien, Bulgarien, Dänemark

Zone C : 354 - 600 Herzoperationen pro eine Million Einwohner

Großbritanien, Österreich, Deutschland, Finnland, Frankreich, Island,

Zone D : über 600 Herzoperationen pro eine Million Einwohner

Schweitz, Belgien, Norwegen, Niederlande, Schweden

Abb. 14: Zahl der Herzoperationen pro eine Mio Einwohner im europäischen Vergleich

Karte nicht verfügbar

 

4.0 Ausbau der herzchirurgischen Operationskapazität in Deutschland

Die 59. GMK hat dazu am 17./18. November 1988 in Berlin für die Alt-Länder folgende Entschließung gefaßt :

"Die Konferenz der für das Gesundheitswesen zuständigen Minister und Senatoren der Länder (GMK) nimmt davon Kenntnis, daß die Versorgung der Bevölkerung mit herzchirurgischen Leistungen in den letzten Jahren wesentlich verbessert werden konnte.

Die medizinische wie auch technische Entwicklung in der Behandlung koronarer Herzerkrankungen, die Verbesserung der Versorgungssituation in der kardiologischen Diagnostik sowie die demographische Entwicklung haben jedoch zu einer die bisherigen Annahmen über-steigenden Nachfrage nach herzchirurgischen Leistungen geführt. Entlastungen durch andere Verfahren (z. B. Ballondilatation) sind bislang nicht in dem erwarteten Umfang eingetreten. Die Gesundheitsministerkonferenz sieht sich daher veranlaßt, die bisherige auf das Bundesgebiet bezogene Bedarfsannahme von 400 Operationen am offenen Herzen auf nunmehr 500 bis höchstens 700 Operationen auf 1 Mio. Einwohner zu ändern.

Die GMK geht weiterhin davon aus, daß grundsätzlich jedes Land für die herzchirurgische Versorgung seiner Bevölkerung die Verantwortung trägt. Eine Abstimmung der Planung der einzelnen Bundesländer ist mit Rücksicht auf die in den Nachbarländern wie insgesamt im Bundesgebiet zur Verfügung stehenden Kapazitäten erforderlich. Bei einer Erweiterung des herzchirurgischen Angebots ist grundsätzlich einer Ausweitung der Kapazität bestehender Herzzentren der Vorzug vor der Errichtung neuer Zentren zu geben.

Die GMK wird auch weiterhin die Bedarfssituation überprüfen lassen, um der medizinischen Entwicklung auf diesem Gebiet Rechnung zu tragen."

Die Errichtung neuer herzchirurgischer Zentren muß u.a. im Zusammenhang mit der Abstimmung weiterer Linksherzkatheter-Meßplätze und der zwingend erforderlichen Operationsbereitschaft für die PTCA gesehen werden. Nicht zuletzt deshalb sollten neue herzchirurgische Zentren grundsätzlich an bestehende kardiologische Abteilungen angegliedert werden, die auch über einen abgestimmten Linksherzkatheter-Meßplatz verfügen.

Die Zahl der Linksherzkatheter-Meßplätze ist in den Alt-Ländern von 1972 bis Anfang 1992 von 76 auf 246 angestiegen (siehe Abb. 15).

Mit der steigenden Zahl der herzchirurgischen Zentren gewinnt der regionale Aspekt, d.h. der Gesichtspunkt einer bürgernahen herzchirurgischen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Bei gegebenem tatsächlichem Bedarf und der notwendigen Auswahl zwischen mehreren antragstellenden Krankenhäusern hat nach § 8 Abs. 2 KHG die zuständige Landesbehörde unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen und der Vielfalt der Krankenhausträger nach pflichgemäßem Ermessen zu entscheiden, welches Krankenhaus den Zielen der Krankenhausplanung des Landes am besten gerecht wird.

Abb. 15: Entwicklung der Linksherzkatheter-Meßplätze von 1972 bis 1992

PR = Praxis, KH = Krankenhaus

 

4.1 Ausbau in den Alt-Ländern

In Ausführung der Empfehlung der 59. GMK werden in den Alt-Ländern derzeit weitere 15 neue herzchirurgische Zentren geplant bzw. bereits gebaut (siehe Tab. 19).

Tab. 19: Geplante herzchirurgische Zentren in den Alt-Ländern

Bei einer grundsätzlich unveränderten Operationskapazität der bereits 1990 vorhandenen 40 und der vollen Inbetriebnahme der 1991 sechs neu errichteten herzchirurgischen Zentren kann künftig von rd. 42.000 Herzoperationen mit HLM ausgegangen werden. Mit einer zusätzlichen Operationskapazität von rd. 12.000 Operationen mit HLM durch die geplanten bzw. bereits im Bau befindlichen herzchirurgischen Zentren (15 Herzzentren x 800 Operationen) steht in den nächsten Jahren für die Alt-Länder eine Operationskapazität von jährlich rd. 54.000 Herzoperationen mit HLM zur Verfügung.

Für die Bewohner der Alt-Länder können damit rd. 850 Herzoperationen pro eine Million Einwohner durchgeführt werden. Die Empfehlung der Konferenz der für das Gesundheitswesen zuständigen Minister und Senatoren der Länder aus dem Jahre 1988, eine Operationskapazität von 500 bis höchstens 700 Herzperationen mit HLM auf eine Million Einwohner anzustreben, wird damit bereits überschritten. Die derzeit bestehende Warteliste von rd. 11 000 Patienten in den Alt-Ländern kann damit problemlos abgebaut werden.

 

4.2 Ausbau in den Neu-Ländern

Der vorgesehene Ausbau der herzchirurgischen Zentren in den Alt-Ländern wird allerdings bei den derzeit gegebenen Voraussetzungen das Standardgefälle zu den Neu-Ländern bei der herzchirurgischen Versorgung noch weiter verschlechtern und zumindest vorübergehend eine zusätzliche Nachfrage nach Herzoperationen mit HLM in den Alt-Ländern auslösen. Eine Übertragung der Empfehlung der Gesundheitsministerkonferenz von 1988 zur herzchirurgischen Versorgung in den Alt-Ländern erfordert deshalb in den Neu-Ländern neben den dort bestehenden sechs etwa acht bis zehn zusätzliche herzchirurgische Zentren mit 700 bis 1000 Herzoperationen mit HLM jährlich. Derzeit sind fünf neue herzchirurgische Zentren geplant (siehe Tab. 20).

Tab. 19: Geplante herzchirurgische Zentren in den Neu-Ländern

Vorweg bzw. parallel zur Planung und Errichtung dieser zusätzlichen Herzzentren müssen zusätzliche kardiologische Abteilungen und ambulante Einrichtungen geschaffen werden.

Wird im Zusammenhang mit der diagnostischen Abklärung entsprechend der Großgeräte-Richtlinie für rd. 500 000 Einwohner ein Linksherzkatheter-Meß-platz vorgesehen, müssen in den Neu-Ländern zu den bestehenden siebzehn zusätzlich fünfzehn Linksherzkatheter-Meßplätze mit den entsprechend qualifizierten Kardiologen geschaffen werden. Nimmt man die tatsächlich vorhandene Gerätedichte an Linksherzkatheter-Meßplätzen in den Alt-Ländern als Maßstab, wären in den Neu-Ländern sogar 41 Linksherzkatheter-Meßplätze zusätzlich erforderlich.

Um nicht vertretbare Wanderungen von Patienten aus den Neu-Ländern zu den herzchirurgischen Zentren in den Alt-Ländern zu vermeiden, ist eine möglichst schnelle Beseitigung des bestehenden Standardgefälles zwischen den Alt- und Neu-Ländern dringend geboten. Vor einem weiteren Ausbau herzchirurgischer Zentren in den Alt-Ländern über die geplanten Einrichtungen hinaus, ist deshalb, nicht zuletzt im Interesse gleichwertiger Lebensbedingungen in Deutschland, grundsätzlich der Nachholbedarf in den Neu-Ländern zu befriedigen

 

5.0 Qualitätssicherung

Die Spitzenverbände der Krankenkassen, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Gesellschaft für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie und die Bundesärztekammer haben sich in der Bundesarbeitsgemeinschaft Qualitätssicherung Herzchirurgie zusammengeschlossenen. Sie wollen damit erstmals bundesweit zur Qualitätssicherung in der Herzchirurgie beitragen. Zur Koordinierung und zur Erarbeitung der notwendigen Daten wurde bei der Ärztekammer Nordrhein eine Projektgeschäftsstelle eingerichtet.

Das bundesweit zur Anwendung kommende Verfahren basiert auf einer computergestützten Erfassung kardiologischer Daten in den herzchirurgischen Zentren. Die anonymisierten Daten werden zentral zusammengeführt und mit Hilfe von Qualitätskriterien ausgewertet. Auf der Basis der Auswertungsergebnisse werden den herzchirurgischen Zentren Hinweise zur Qualitätsverbesserung gegeben.

Berichterstatter:
Leitender Ministerialrat

Dr. Ernst Bruckenberger

Niedersächsisches Sozialministerium
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 2
3000 HANNOVER 1

24.März 1992

 

Literatur :

Herzchirurgie

H. Dittrich, H.G. Borst, M.-J.Polonius: "Bericht der Kommisssion für Kapazitätsermittlung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Teil I : Aufkommen der Kranken in der Bundesrepublik Deutschland mit chirurgischen Leiden des Thorax und der kardiovaskulären Organe", Thoraxchirurgie 24, 254 - 260 (1976),
H. Dittrich, H.G. Borst, M.-J.Polonius: "Bericht der Kommisssion für Kapazitätsermittlung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Teil II : Voraussetzungen zum Betrieb leistungsfähiger Kliniken", Thoraxchirurgie 24, 261 - 271 (1976),
H. Dittrich, H.G. Borst, M.-J.Polonius: "Bericht der Kommisssion für Kapazitätsermittlung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Teil III : Lösungsvorschlag zur Deckung des Bedarfs an operativen Eingriffen auf dem Gebiet der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie in der Bundesrepublik Deutschland ",Thoraxchirurgie 25, 52 - 60 (1977),
G. Rodewald, P. Kalmar: "Leistungen der Deutschen Herzchirurgie in der Bundesrepublik bis 1987, Bedarf an Herzoperationen, zukünftige Kapazität und Mängel", Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, August 1988,
K.-F.Lindau,"Gegenwärtiger Stand der Herzchirurgie in der DDR und Ausblick", The Thoracic and Cardiovascular Surgeon, No. 4, Vol. 38, August 1990
Kalmar P. Irrgang E (1991) : "Cardiac surgery in the Federal Republik of Germany during 1990. A report by the German Society for Thoracic and Cardiovascular Surgery", Thorac Cardiovac Surgeon 39 : 167-169
3. Augsburger Expertengespräch, 21.-23.Juni 1990, "Aktuelle Aspekte der Herzoperation im fortgeschrittenen Lebensalter", HP-medica GmbH, Augsburg
F. Unger : " European Survey on Open Heart Surgery 1990" , Annals of the European Academy of Sciences and Arts, Vol. 2, 1991
U. Bauer : " Qualitätssicherung in der herzchirurgischen Versorgung", Die Betriebskrankenkasse 10/91, S. 691 ff
E. Bruckenberger: "1. Bericht des Krankenhausausschusses der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Medizinalbeamten (AGLMB) zur Situation der Herzchirurgie 1987 in Deutschland",
E. Bruckenberger: "2. Bericht des Krankenhausausschusses der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Medizinalbeamten (AGLMB) zur Situation der Herzchirurgie 1988 in Deutschland",
E.Bruckenberger: " 3. Bericht des Krankenhausausschusses der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Medizinalbeamten (AGLMB) zur Situation der Herzchirurgie 1990 in Deutschland",
E. Bruckenberger: "Immer noch Versorgngslücken in der Herzchirurgie", Deutsches Ärzteblatt, Heft 5, A: Seite 230- 234, 1989
E. Bruckenberger: "Qualitätssicherung nach dem Gesundheits-Reformgesetz", The Thoracic and Cardiovascular Surgeon, Nr. 2, Vol. 38, April 1990
E. Bruckenberger: "Ausbau der herzchirurgischen Operationskapazität in der Bundesrepublik Deutschland", The Thoracic and Cardiovascular Surgeon, Nr. 4, Vol. 38, August 1990
E. Bruckenberger: "Zur Situation der Herzchirurgie 1990 in Deutschland", The Thoracic and Cardiovascular Surgeon, Nr. 5, Vol. 39, Oktober 1991 

Kardiologie

Gleichmann U. Mannebach H. Lichtlen P. (1990) : "Sechster Bericht über Struktur und Leistungszahlen der Herzkatheterlabors in der Bundesrepublik Deutschland. Umfrage der Kommission für klinische Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Herz- und Kreislaufforschung über das Jahr 1990 unter Mitarbeit der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie". Zeitschrift für Kardiologie, 80 : 695-702 (1991)