ERNST BRUCKENBERGER

Herzbericht 2001 mit Transplantationschirurgie

14. Bericht der Arbeitsgruppe Krankenhauswesen der Arbeitsgemeinschaft der obersten Ländergesundheitsbehörden (AOLG)

Kurzinfo


Die vollständige Fassung des Herzberichtes 2001 steht ab sofort zur Verfügung. Der aktuelle Bericht umfasst 174 Seiten (4farbig im A4-Format und rd. 225 Tabellen und Abbildungen. Zusätzlich stehen in dieser Ausgabe Informationen über die Kardiologie und Herzchirurgie in Österreich, der Schweiz und Europa sowie Fachbeiträge verschiedener Gastautoren zur Verfügung.

Druckstücke können auf Anfrage gegen Erstattung der Selbstkosten beim Verfasser bezogen werden.


Gesamtinhaltsverzeichnis

Sektorenübergreifende Gesundheitsberichterstattung zur Kardiologie, Herzchirurgie und Transplantationschirurgie
Überblick über die Angebots- und Leistungsstruktur in Deutschland

1. Bevölkerung in Deutschland am 31.12.2000
2. Morbidität und Mortalität - 2000

2.1 Morbidität ischämischer und anderer Herzkrankheiten nach Diagnosen und Ländern
2.2 Mortalität ischämischer und anderer Herzkrankheiten nach Diagnosen und Ländern

3. Kardiologie in Deutschland - 2001

3.1 Kardiologen
3.2 Linksherzkatheter-Messplätze
3.3 Linksherzkatheter-Untersuchungen, PTCA´s u. sonstige kardiologische Leistungen
3.3.1 Kassenärztliche kardiologische Versorgung
3.3.2 Linksherzkatheter-Untersuchungen und PTCA`s insgesamt

4. Herzchirurgie in Deutschland - 2001

4.1 Herzchirurgische Zentren
4.2 Herzchirurgen
4.3 Herzoperationen mit HLM
4.4 Verteilung nach Art der Operation
4.5 Altersstruktur der operierten Patientinnen und Patienten
4.6 Geschlecht der operierten Patientinnen und Patienten
4.7 Patientenwanderung zwischen den Ländern
4.8 Warteliste
4.9 „Herzoperationen“ ohne HLM

5. Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie in Deutschland - 2001

5.1 Morbidität und Mortalität
5.2 Kinderherzkliniken
5.3 Kinderkardiologie
5.3.1 Kinderkardiologen
5.3.2 Kinderkardiologische Leistungen
5.4 Kinderherzchirurgie
5.4.1 Herzoperationen mit HLM nach Alter und Häufigkeit
5.4.2 Herzoperationen mit HLMnach Ländern
5.4.3 Warteliste
5.5 Medizinische Rehabilitation für herzkranke Kinder und Jugendliche 56

6. Angebots- und Leistungsentwicklung von 1979 bis 2000 bzw. 2001

6.1 Entwicklung der Bevölkerung nach Altersgruppen
6.2 Entwicklung der Morbidität
6.3 Entwicklung der Mortalität
6.4 Entwicklung der Angebotsstrukturen
6.4.1 Entwicklung der Linksherzkatheter-Messplätze
6.4.2 Entwicklung der herzchirurgischen Zentren
6.5 Entwicklung ausgewählter kardiologischer Diagnostik
6.5.1 Entwicklung der kassenärztlichen kardiologischen Diagnostik
6.5.2 Entwicklung der Linksherzkatheter-Untersuchungen insgesamt
6.6 Entwicklung der kardiologischen Therapie
6.6.1 Entwicklung der kassenärztlichen kardiologischen Therapie
6.6.2 Entwicklung der PTCA`s insgesamt
6.7 Entwicklung der Herzchirurgie
6.7.1 Entwicklung der Herzoperationen mit HLM
6.7.2 Entwicklung der „Herzoperationen“ ohne HLM
6.8 Kumulation oder Substitution
6.9 Ergebnisorientierte Betrachtung
6.10 Geschätzte Ausgaben für die Krankenkassen im Jahr 2001

7. Anschlussrehabilitation (GKV) bzw. Anschlussheilbehandlung (GRV)

7.1 Derzeitige Angebotsstruktur nach Ländern
7.2 Anschlussheilbehandlungen der GRV nach akutem Myokardinfarkt u. chronisch ischämischer Herzkrankheit
7.3 Sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen
7.4 Medizinische Rehabilitation kardiologischer AHB-Patienten der BfA
7.5 Die kardiologische Rehabilitation in der Gesundheitspolitischen Entwicklung

8. Externe Qualitätssicherung in Kardiologie und Herzchirurgie 2001/2002

8.1 Einleitung
8.2 Wie entstehen Qualitätsmessverfahren für Kardiologie und Herzchirurgie?
8.3 Aktueller Verfahrensstand in Kardiologie und Herzchirurgie
8.4 Ausblick

9. Auswirkungen der DRG Einführung auf die Herzchirurgie
10. Transplantationschirurgie in Deutschland - 2001

10.1 Transplantationszentren
10.2 Herz-Transplantationszentren
10.3 Lungen-Transplantationszentren
10.4 Nieren-Transplantationszentren
10.5 Leber-Transplantationszentren
10.6 Pankreas-Transplantationszentren
10.7 Alle Transplantationszentren
10.8 Transplantationen seit 1992
10.9 Das Transplantationsgesetz

Überblick über die Angebots- und Leistungsstruktur in Nachbarländern
11. Kardiologie und Herzchirurgie in Österreich und der Schweiz

11.1 Österreich
11.1.1 Morbidität und Mortalität
11.1.2 Angebotsstruktur
11.1.3 Kardiologie
11.1.5 Herzchirurgie
11.2 Schweiz
11.2.1 Angebotsstruktur
11.2.2 Kardiologie
11.1.3 Herzchirurgie in der Schweiz
11.3 Vergleich Deutschland, Österreich und Schweiz

12. Vergleich der Kardiologie und Herzchirurgie in Europa

12.1 Vergleich der Altersstruktur der Bevölkerung 2000
12.2 Vergleich der Mortalität an akutem Myokardinfarkt
12.3 Europavergleich ausgewählter Diagnostik und Therapie 2000
12.3.1 Linksherzkatheter-Untersuchungen
12.3.2 PTCA`s
12.3.3 Herzoperationen mit HLM
12.4 Transplantationschirurgie in Europa 2000

Anhang

Sektorenübergreifende Gesundheitsberichterstattung zur Kardiologie, Herzchirurgie und Transplantationschirurgie

Der 14. HERZBERICHT analysiert die Angebotsstruktur und die Versorgung kardiologisch und herzchirurgisch ambulant und stationär behandelter Patienten 2000/2001 in Deutschland. Der Bericht wurde durch den Verfasser seit 1988 ständig erweitert und umfasst inzwischen, mit dem Ziel einer sektorenübergreifenden Gesundheitsberichterstattung, neben der Herzchirurgie und Kardiologie im engeren Sinn auch andere mit der Versorgung der davon betroffenen Patienten zusammenhängende Tatbestände und Daten.

Der 14. HERZBERICHT enthält bundesweite und Länder bezogene Informationen über

Bei der Analyse der Morbidität und Mortalität ausgewählter Herzkrankheiten wurden Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden verwendet, die bereitwillig und umgehend zur Verfügung gestellt wurden.

Die Daten über die kassenärztliche Versorgung ausgewählter Diagnostik und Therapie am Herzen und an herznahen Gefäßen wurden im Hinblick auf eine möglichst umfassende Berichterstattung liebenswürdigerweise vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland geliefert.

Die Datenerfassung für ausgewählte diagnostische und therapeutische Daten der Erwachsenen-Kardiologie erfolgte durch eine Länderumfrage des Krankenhausausschusses der AOLG. Die Ergebnisse wurden mit der gemeinsamen Umfrage der Kommission für Klinische Kardiologie und der Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie (für die ESC) und Angiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz-Kreislaufforschung abgestimmt.

Die Daten der Kinderherzkatheterlabors wurden von der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie zur Verfügung gestellt.

Die Datenerfassung für die Herzchirurgie erfolgte - wie 1989 vereinbart - auf der Grundlage der jährlichen Länderumfrage der Deutschen Gesellschaft für Thorax, Herz- u. Gefäßchirurgie. Die Auswertung der Basisdaten wurde von der Arbeitsgruppe für Dokumentation und Qualitätssicherung in der Herzchirurgie im UKE Hamburg („Hamburger Jahresstatistik“) vorgenommen.

Beim europäischen Vergleich der kardiologischen und herzchirurgischen Versorgung wurde auf die Daten des von F. Unger und P. Ghosh, European Heart Institute, Salzburg, veröffentlichten europäischen Herz-Report zurückgegriffen.

Die Datenerfassung für die Transplantationschirurgie erfolgte in Abstimmung mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) auf der Basis des Jahresberichtes „Organspende und Transplantation in Deutschland 2001“.

Die Ausführungen zur Qualitätssicherung stammen von der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung GmbH mit Sitz in Düsseldorf.


Überblick über die Angebots- und Leistungsstruktur in Deutschland

Bevölkerung 2000
Deutschland hatte am 31.12.2000 82.259540 Einwohner, 40.156.536 Männer und 41.103.004 Frauen.

Morbidität und Mortalität 1999 und 2000
Die stationäre Morbidität, d.h. die Zahl der vollstationären Fälle pro 100.000 Einwohner betrug 1999 für den akuten Myokardinfarkt (ICD-410) 162, und für die sonstigen Formen von chronisch ischämischen Herzkrankheiten (ICD-414) 700.
Die Sterbeziffer, d.h. die Zahl der Gestorbenen pro 100.000 Einwohner betrug 2000 für den akuten Myokardinfarkt (ICD-I21) 82 und für die chronisch ischämische Herzkrankheit (ICD-I25) 113.

Kardiologie 2001
Am 31.12.2001 waren 2.633 Kardiologen berufstätig.
Es waren 527 Linksherzkatheter-Messplätze (Erwachsene und Kinder) in Betrieb.
Es wurden 611.863 Linksherzkatheter-Untersuchungen durchgeführt.
Es wurden 195.841 PTCA`s durchgeführt und dabei 148.853 Stents eingesetzt.

Kassenärztliche kardiologische Versorgung 1999/2000
Am 31.12.2001 haben 1.963 Kardiologen an der kassenärztlichen Versorgung teilgenommen.
Für Diagostik und Therapie am Herzen und an den herznahen Gefäßen wurden 1999
148.285 Stressechokardiographien
2.811.110 Dopplerechokardiograhien
9.129 Einschwemmkatheter
1.841 Rechtsherzkatheter
110.049 Linksherkatheter
14.390 Dilatationen und
144.047 Herzszintigraphien erbracht.

Herzchirurgie 2001
Bundesweit waren 461 Herzchirurgen und Thorax-Kardiovaskularchirurgen berufstätig.
Es waren 80 herzchirurgische Zentren in Betrieb.
Es wurden 96.593 Herzoperationen mit HLM und 45.865 Operationen ohne HLM durchgeführt.
73,7 Prozent der Patienten entfielen auf die Altersgruppe der über 60jährigen.
38,3 Prozent der Herzoperationen mit HLM entfielen auf die über 70jährigen Patienten.
69,0 Prozent der Herzoperationen mit HLM entfielen auf die Männer, 31,0 Prozent auf die Frauen.
5.843 Patienten waren auf der Warteliste vorgemerkt.

Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie 2001
2001 waren bundesweit 270 Kinderkardiogen berufstätig.
An 50 Herzzentren wurden 1.791 Herzoperationen mit HLM an Säuglingen (unter 1 Jahr), 1.412 an Kindern (1 bis unter 10 Jahre) und 563 an Jugendlichen (10 bis unter 20 Jahre) durchgeführt.

Entwicklung der Angebots- und Leistungsstruktur von 1990 bis 2000/2001
Von 1999 bis 2000
Die Sterbeziffer des akuten Myokardinfarktes ist seit 1990 von 107 auf 82 zurückgegangen.
Die Sterbeziffer der chronisch ischämischen Herzkrankheit stieg seit 1990 von 102 auf 113.
Von 1999 bis 2001
Die Zahl der Linksherzkatheter-Messplätze stieg seit 1990 von 234 auf 527.
Die Zahl der Herzzentren stieg seit 1990 von 46 auf 80.
Die Zahl der Linksherzkatheter-Untersuchungen hat sich seit 1990 von 193.673 auf 611.863 erhöht.
Die Zahl der PTCA`s hat sich seit 1990 von 33.785 auf 195.841 erhöht.
Die Zahl der Herzoperationen mit HLM hat sich seit 1990 von 38.712 auf 96.593 erhöht.

Medizinische Rehabilitation 2001
Im Jahr 2001 hatten 124 AHB-Kliniken eine Anerkennung für Krankheiten des Herzens und des Kreislaufes.

Transplantationschirurgie 2001
Im Jahr 2001 wurden 409 Herzen, 139 Lungen, 2.346 Nieren, 757 Lebern und 212 Pankrease, insgesamt 3.863 Organe transplantiert.

Ausgaben der Krankenkassen 2001
Für Linksherzkatheter-Untersuchungen, PTCA`s (incl.Stents) Herzoperationen und AHB-Maßnahmen wurden von den Krankenkassen im Jahr 2001 schätzungsweise rd. 2,8 Mrd. Euro ausgegeben.

Vergleich mit Österreich und der Schweiz pro 1 Million Einwohner
Deutschland lag 2001 bei den Linksherzkatheter-Untersuchungen, den PTC`s und den Herzoperationen – mit Ausnahme der Klappenoperationen - merklich über den Vergleichswerten aus Österreich und der Schweiz.

Europäischer Vergleich pro 1 Million Einwohner 2000
Im europäischen Vergleich pro eine Million Einwohner lag Deutschland 2000 sowohl bei den Linksherzkatheter-Untersuchungen als auch bei den PTCA`s an erster und bei den Herzoperationen mit HLM an dritter Stelle.

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